Unser Weg für ein grüneres Groß-Gerau – Ein Rückblick

Eine Legislaturperiode neigt sich dem Ende zu. Dies ist ein guter Zeitpunkt, einen Blick zurück zu werfen. Als wir im April 2021 unsere Arbeit als Stadtverordnete aufnahmen, hatten wir den Kopf voll mit Ideen und Vorstellungen, wie Groß-Gerau in Zukunft aussehen soll. Dabei spielten unsere eigenen Idealvorstellungen eine besondere Rolle. Wir Grüne setzten uns ein für ein ökologisches, klimagerechtes Groß-Gerau. Viele unserer Erfolge sind erst auf den zweiten Blick erkennbar, zum Beispiel die Bäume auf dem Marktplatz, aber sie wachsen. Es wurden blühende Flächen angelegt, zusammen mit der Klimaaktiv-Gruppe. Für deren Engagement möchte ich mich an dieser Stelle ganz besonders bedanken. Auch engagierte Bürger haben mitgemacht und waren bereit, die angelegten Blumenbeete vor ihrer Tür zu pflegen. Das ist ein Thema, das uns auch in Zukunft beschäftigen wird. Es sieht nicht nur schöner aus, eine Blühfläche gibt den Insekten viel Nahrung. Wir stellten Anträge zur Fassadenbegrünung und Dachbegrünung; leider wurden unsere Forderungen von der Verwaltung noch nicht umgesetzt. Auch hier besteht weiterer Handlungsbedarf in den kommenden Jahren.

Das Stadtparlament stimmte zu, dass Groß-Gerau dem „Großen Frankfurter Bogen“ beitritt. Gefördert werden Wohnungsbau in lebenswerten Quartieren, die maximal 1,5 km von Bahnstationen entfernt sind und von denen aus Frankfurt in etwa 30 Minuten mit der Bahn zu erreichen ist. Förderung erhalten klimaresiliente Gewerbegebiete und nachhaltiger sozialer Wohnungsbau.

Wir erzielten auch nachhaltige Erfolge. Wir beteiligten uns am Fahrrad-Arbeitskreis, sodass die Jahnstraße radfahrerfreundlich gestaltet werden konnte. Insbesondere wurden einige unübersichtliche Stellen verbessert, zum Beispiel die Kreuzung Jahnstraße-Schillerstraße, an der Radfahrer gegen die Einbahnstraße auf dem gemeinsamen Rad- und Fußweg fahren und bei der Autofahrer nicht damit rechnen, dass ein Radfahrer von der anderen Seite kommt.

In Dornheim wurde Tempo 30 in der Rheinstraße eingeführt. Viele Schulkinder müssen diese Straße queren. Unser Vorschlag, Tempo 30 auch in der Gernsheimer Straße einzuführen, wurde vom Stadtparlament nicht angenommen. Das Thema Radverkehr wird uns auch in Zukunft beschäftigen.

Im September 2023 wurde unser Antrag, Klimakommune zu werden, vom Stadtparlament verabschiedet. Jetzt gehört Groß-Gerau dem Bündnis der hessischen Klimakommunen an. Die Stadt stellte eine Klimaschutzbeauftragte ein, deren Ziel es sein wird, in den kommenden Jahren dafür Sorge zu tragen, dass ein Aktionsplan aufgestellt wird und die Maßnahmen umgesetzt werden, damit die deutliche Reduzierung der CO2-Emissionen auch in unserer Stadt erreicht wird. Auch dies wird uns in Zukunft begleiten.

Zu unserer Arbeit zählt auch die Mitwirkung an Aufgaben, deren Bewältigung für die Stadt unerlässlich ist, so die Mitwirkung an der Aufstellung eines geordneten Haushalts und die Beschäftigung mit anderen Bereichen der Daseinsvorsorge. Dieses Alltagsgeschäft bedeutet beharrliche Arbeit, die nicht kleingeredet werden darf, wie bei Kindergärten und Bauvorhaben.

Text: Elisabeth Schweikert, Foto: Ulla Blohberger