Unsere Zeit ist geprägt von großen Herausforderungen. Hierzu zählen der fortschreitenden Klimawandel, wachsenden sozialen Ungerechtigkeiten, eine kritische Haushaltslage und die tiefgreifende Transformation durch Digitalisierung sowie vielfältigen wirtschaftlichen Umbrüchen. Diese Entwicklungen verlangen von uns Entschlossenheit, Mut und zukunftsorientiertes Denken. Wir sind überzeugt, dass Politik vor Ort den Unterschied machen kann.
Wir Grünen treten dafür an, die richtigen Akzente zu setzen und bieten ein Programm, das den Weg ebnet, Groß-Gerau für die Zukunft gut aufzustellen. Unser Ziel ist es, den Wandel zu einer ökologischeren, sozial gerechteren und zugleich wirtschaftlich starken Stadt zu meistern und den dafür notwendigen Weg bis zu Ende zu gehen.
Die Stadt Groß-Gerau soll Teil einer Modellregion werden, in der nachhaltiges Wirtschaften, sozialer Zusammenhalt und ökologische Verantwortung selbstverständlich zusammengehören. Wir wollen einen Ort schaffen, der gestärkt in die Zukunft geht, Vorreiterrollen übernimmt und andere Städte und Kreise inspiriert.
Dieses Wahlprogramm beschreibt, wie wir das erreichen wollen:
- durch konsequenten Klimaschutz und eine Energiewende vor Ort,
- durch gute Bildung und soziale Gerechtigkeit,
- durch Schaffung einer stabilen Haushaltslage
- und durch eine Wirtschaft, die Zukunft schafft, statt Vergangenheit zu verwalten.
Trotz der finanziellen Herausforderungen, denen sich die Stadt Groß-Gerau stellen muss, werden wir weiterhin dafür kämpfen, unsere Stadt bestmöglich aufzustellen. Wir stehen für eine Politik, die nicht nur Probleme verwaltet, sondern Lösungen findet und umsetzt, pragmatisch, mutig und mit klaren Werten.
Wir wollen gemeinsam mit den Einwohner*innen unsere Stadt ökologischer, gerechter und lebenswerter gestalten. Wir setzen nicht auf Stillstand, sondern auf gewinnbringende Veränderungen. Wir sind nicht gegen die Menschen, sondern für die Menschen.
Aus dieser Überzeugung heraus haben wir ein starkes Wahlprogramm für 2026 entwickelt:
- Umwelt, Klima und Energiewende, Naturschutz und Biodiversität fördern
- Stadtentwicklung, Wohnen, Mobilität
- Familie & Kultur
- Demokratie, Digitale Teilhabe, Sicherheit
- Wirtschaft und Finanzen
- Ernährung, Landwirtschaft & Tierwohl
Umwelt, Klima und Energiewende, Naturschutz und Biodiversität fördern
Naturnah gestaltete Blüh- und Grünflächen verbessern unser Wohlbefinden, aber auch den Lebensraum für vielfältige, in der Nahrungskette bedeutsame Arten. Sie schaffen ein ausgeglichenes Stadtklima, speichern das Niederschlagswasser und können Schadstoffe aus der Luft herausfiltern. Um das biologische und klimatische Potential unserer Stadt und damit auch unsere Gesundheit weiter zu fördern, sollten wir offene Flächen nicht weiter versiegeln und bebauen.
Städtische Begrünung : Grau in Grün umwandeln
Die begonnene Begrünung städtischer Flächen in Höhe und Breite weiter entwickeln: z.B. durch Bäume , Blühplätze und-wiesen, Klimagärten, grünes Dachambiente, Fassadenbewuchs, Mini- Wäldchen sowie durch Begrünung von Haltestellen und Parkräumen.
Private und gewerbliche Grünpflanzungen
Privatleuten und Gewerbetreibenden Ansporn (Prämierung) und Unterstützung (Infos) geben für klimagerechte und insektenfreundliche Bepflanzung ihrer Grundstücke: z.B. auch Zäune, Vor- und Parkplätze, Carports, Wege, Gärten u.a.
Artendichte und Biotope
Artenreiche Biotope im Umland von Siedlungen weiter ausweisen und vernetzen, z.B. mit dem „Grünen Gürtel“.
Lichtverschmutzung
Lichtverschmutzung durch ungeeignete Lichtquellen und nächtliche Dauerbeleuchtung zum Schutz nachtaktiver Tiere auf kommunalen und privaten Flächen unterlassen, z.B. auch durch städt. Aufklärungskampagne.
Ökologisches Gewässer-Management
Unsere Fließgewässer und Teiche nach dem Gebot der EU-Wasserrahmenrichtlinie in guten ökologischen Zustand versetzen, z.B. begonnene Scheidgraben- Sanierung fortsetzen.
Ressourcen Grund- und Trinkwasser
Das in Dürrezeiten absinkende Grundwasser sparsam nutzen : öffentlicher, privater und landwirtschaftlicher Wasserverbrauch wie Beregnung, Pools u.a.
Abwasserreinigung
Unser Klärwerk durch den Einbau einer 4. Reinigungsstufe zur Beseitigung aller noch verbliebenen Rückstände wie Pharmaschadstoffe ertüchtigen.
Umwelt verschmutzende Abfallentsorgung
Dem Problem der umweltschädlichen und die Stadt verschmutzenden wilden Abfallentsorgung , z.B. dem Wegschmeißen von giftigen Zigarettenkippen und sog. E-Plastik-Zigarettenresten beikommen, z.B. durch Infos bei Stadt- und Sportveranstaltungen.
Umweltbildung
Sensibilisierung der Bürger für Naturliebe und umweltfreundliches Verhalten durch Infos und Aktionen der Umweltbildung verstärken, z.B. durch ein städtisches Klimasparbuch für alle Bewohner wie in anderen Gemeinden.
Klimaschutz und Energiewende vor Ort
Ausbau erneuerbarer Energien
Strom aus erneuerbaren Quellen ist sicher, effizient, auf Dauer kostensparend und umweltfreundlich. Um seine Klimawirkung weiter zu verbessern, sollte der bisher erreichte Anteil der Erneuerbaren weiter erhöht werden. Vorstellungen von einer Rückkehr zur gefährlichen und teuren Atomkraft treten wir angesichts des Problems der Atommülllagerung aus dem AKW Biblis sehr „energisch“ entgegen.
Photovoltaik-Anlagen
Die großen Potentiale von gewerblichen, öffentlichen und privaten Flächen für PV – Anlagen und kleine Solarkraftwerke wie Balkonanlagen ausweiten.
Wärmewende
Intelligente und sparsame Lösungen für kommunale Wärmeplanung und Wärmespeicher entwickeln.
Energieeinsparung
Emissionsarme und energieeffiziente Gebäudetechnik in privaten Haushalten fördern.
Energiegenossenschaften
Lokale Bürgerenergieprojekte und – Energiegenossenschaften unterstützen.
Rechenzentren
Rechenzentren nur an klimarelevanten Standorten, in ortsangepasster Form und mit nachhaltiger Abwärmenutzung genehmigen.
Solarparks in Doppelnutzung
Freiflächen- PV- Anlagen (sog. Solarparks )auf landwirtschaftlichen Flächen vorrangig nur in hochgeständertem Aufbau genehmigen (oben Solardach, darunter Acker- oder Viehnutzung).
Klimavorsorge und Klimaanpassung
Der Klimawandel nimmt Einfluss auf alle Bereiche unseres Lebens. In langen Heißzeiten sind Kinder, Jugendliche, kranke , ältere oder mit Handikap lebende Menschen gesundheitlich besonders verletzlich. Ebenso im Freien Arbeitende. Größere Familien mit kleineren Einkommen können in beengten Wohnungen an verkehrsreichen Straßen unter sommerlicher Gluthitze besonders leiden. Umfassende Klimavorsorge und faire Klimahilfe ist eine dringliche Aufgabe der Politik zum Schutz der Bevölkerung.
Klimaneutralität und Klimaförderung
Die bereits beschlossene „Hessische Klimakommune Groß-Gerau“ (Klimaanalyse, Aktionsplan und Förderanträge) zugunsten von öffentlichen und privaten Klimavorhaben nach Maßgaben des Landes Hessen umsetzen und weiterentwickeln.
Unversiegelte Klimaflächen
Nach der Klima- Vorbehalten des neuen Regionalplan-Entwurfs 2025 keine weiteren unversiegelten Stadtflächen für Gewerbe und Siedlungen ausweisen. Stattdessen bisher ungenutzte oder mehrfach nutzbare Flächen vorrangig bebauen, z.B. auch durch Aufstockung geeigneter Gewerbebauten.
Kühlung in Hitzeperioden
Wirksame Maßnahmen zur verbesserten Kühlung der Stadt durch Begrünung und Verschattung sowie durch Wasserplätze umsetzen. Dabei sind vorrangig bevölkerte Aufenthaltsplätze im Zentrum und Spielplätze anzugehen.
Klimaangepasster Wohnungsbau
Neue Wohnungen bevorzugt durch Innenverdichtung und Aufstockung von Gebäuden und Gewerbebauten bauen, um klimatisch gebotene Frischluftbahnen und Kühlkorridore zu erhalten .
Klimaerleichterung in Einrichtungen
Erleichterungen für Bürger bei Extremwetter schaffen, besonders in relevanten sozialen und sportlichen Einrichtungen, z.B. Trinkstationen, Kühlräume, zeitweilige Überdachungen, strikte Umsetzung von Hitzeschutzpläne.
Behördliche Klimahilfen
Kommunale Frühwarnsysteme und Informationen zum Schutz der Bürger bei Extremwetter rechtzeitig veröffentlichen und Hilfen in Kooperation mit professionellen Dienstleistern der Gebäudetechnik anbieten , z.B. bei Kellerüberflutung und überhitzten Dachwohnungen.
Stadtentwicklung, Wohnen, Mobilität
Aufwertung der Stadtmitte
Der Wochenmarkt soll ein fester Ankerpunkt des städtischen Lebens sein – regional, sozial und lebendig. Der Marktplatz soll wieder das werden, was er seinem Namen nach ist: ein Ort für den Wochenmarkt, für Begegnung, Austausch und gemeinsames Erleben. Er ist Treffpunkt der Stadtgesellschaft – für Gespräche, Feste, kulturelle Veranstaltungen und das alltägliche Verweilen. Nicht der Verkehr, sondern die Menschen stehen im Mittelpunkt. Alle weiteren Maßnahmen – Begrünung, Mobilität, Verwaltung und Klimaanpassung – dienen diesem zentralen Ziel: einen lebendigen, offenen und identitätsstiftenden Stadtraum zu schaffen. Dazu gehört eine flexible Möblierung, die sich an Markt-, Fest- und Alltagsnutzung anpassen lässt. Beschattete Sitzgelegenheiten und Trinkwasserspender sind wichtig. Der Marktplatz soll so gestaltet werden, dass man sich im Grünen fühlt – mit Bäumen und Pflanzkübeln, die bei Bedarf verschoben werden können. Eine klare Orientierung für alle Generationen ist notwendig, damit der Platz sowohl zu Fuß als auch mit dem Fahrrad gut erreichbar ist. In der Innenstadt soll die Außengastronomie erweitert werden. Auf die Verlagerung relevanter Einzelhandelsgeschäfte aus der Innenstadt und den Stadtteilen auf die „grüne Wiese“ soll verzichtet werden.
Begrünung der Stadt und der Stadtteile – Entsiegelung
Stark versiegelte Flächen heizen sich im Sommer stark auf. Um den klimatischen Veränderungen gerecht zu werden, fordern wir deutlich mehr Bäume und Kleingehölze in der Stadt und in den Stadtteilen. Unnötige Versiegelungen sollen reduziert werden. Retentions- und Versickerungsflächen sowie Regenrückhaltung sind dabei wichtige Bausteine. Eine spürbare Reduzierung der Hitzeentwicklung ist besonders in stark aufgeheizten Stadtteilen notwendig. Deshalb sollen Dächer, Fassaden, Carports und Bushaltestellen verstärkt begrünt werden.
Renaturierung der Gewässer – Scheidgraben-Aue
Die städtischen Gewässer Mühlbach, Landgraben und Scheidgraben sollen in einen naturnahen, ökologisch guten Zustand versetzt werden. Der Scheidgraben ist die „grüne Lunge“ Dornheims und dient vielen Menschen als Ort der Naherholung. Wir begrüßen weitere Renaturierungsmaßnahmen. Im mittleren Bereich sollen Spiel- und Bolzplätze neugestaltet und für die Bevölkerung Grillplätze eingerichtet werden.
Vorrang für Fuß- und Radverkehr – sichere Schulwege
Das Fahrrad als umweltfreundliches und mobiles Verkehrsmittel ist für uns von besonderer Bedeutung. Deshalb fordern wir die Ausweisung von Fahrradstraßen sowie den weiteren Ausbau des Radschnellwegs von Rüsselsheim nach Darmstadt und zum Frankfurter Flughafen. Sichere und wettergeschützte Fahrradabstellanlagen sollen eingerichtet werden. Damit auch Kinder als schwächste Verkehrsteilnehmende sicher zur Schule kommen, soll die Schulwegsicherung in Zusammenarbeit mit Schulen und Polizei weiter gestärkt werden.
Ausbau und Taktverdichtung des ÖPNV (Bus und Bahn) Auch die Bürgerinnen und Bürger der Stadtteile wollen Innenstadt, Schulen und Bahnhöfe gut erreichen. Der öffentliche Nahverkehr soll deshalb verbessert und die Taktung verdichtet werden. Verkehrsberuhigte Zonen und Tempo 30 in Wohngebieten sollen ausgeweitet werden. Umsteigewege müssen kurz und übersichtlich sein. Ergänzend sollen autonome On-Demand-Verkehre eingerichtet werden. Haltestellen sind barrierefrei zu gestalten. Die Bahn soll aufgefordert werden, den Groß-Gerauer Bahnhof barrierefrei auszubauen, damit die Bahnsteige auch mit dem Fahrrad bequem erreichbar sind.
Bauen und Wohnen
Klimaneutrales Bauen und Wohnen bedeutet für uns klimaresiliente Gebäude, die Hitze, Starkregen und Trockenheit standhalten. Natürliche, langlebige Baustoffe, eine hohe Energieeffizienz und flexible Nutzungskonzepte sorgen dafür, dass Wohnraum nachhaltig, bezahlbar und zukunftsfähig bleibt.
Familie & Kultur
Familie & Kita
Familie und Beruf vereinbaren können
Wir setzen uns für verlässliche Ganztagsbetreuungsangebote ein, die Eltern echte Planungssicherheit geben. Flexible Arbeitszeitmodelle und eine starke kommunale Infrastruktur sollen Familien im Alltag spürbar entlasten.
Stets im Dialog mit den Gerauer Familien
Familien wissen am besten, was sie brauchen – deshalb hören wir zu und beziehen sie aktiv in politische Entscheidungen ein. Transparente Beteiligungsformate sorgen dafür, dass Anliegen nicht nur gehört, sondern auch umgesetzt werden.
Flexible Öffnungszeiten/-module ihrer Kita
Kitas müssen sich an den Lebensrealitäten von Familien orientieren und nicht umgekehrt. Wir wollen flexible Buchungsmodelle und bedarfsgerechte Öffnungszeiten für unterschiedliche Arbeits- und Lebensmodelle ermöglichen.
Fitte Großeltern für alle ODER schnellstmögliche Wiederherstellung der Kita-Betreuung bis 16:30
Nicht jede Familie kann auf die Unterstützung von Großeltern zurückgreifen – deshalb braucht es verlässliche öffentliche Betreuung. Wir setzen uns für die schnellstmögliche Wiederherstellung der Kita-Betreuung bis mindestens 16:30 Uhr ein.
Ausreichend Mittagsessensplätze in der Kita
Jedes Kind soll die Möglichkeit haben, ein warmes Mittagessen in der Kita einzunehmen. Dafür schaffen wir ausreichend Essensplätze und sorgen für gut ausgestattete Küchen- und Mensabereiche.
Gesunde Ernährung in der Kita
Gesunde, ausgewogene und möglichst regionale Ernährung ist ein wichtiger Beitrag zur Entwicklung von Kindern. Wir fördern nachhaltige Verpflegungskonzepte mit hohem Bio-Anteil und ohne unnötige Zusatzstoffe.
Sozialverträgliche Kitagebühren
Gute Bildung und Betreuung dürfen keine Frage des Geldbeutels sein. Wir setzen uns für sozial gestaffelte, transparente und langfristig gebührenfreie Kitas ein. Betrugsfrei und Verwaltungsarm.
Sichere und kindgerechte Schulwege
Kinder müssen ihren Schulweg sicher und selbstständig zurücklegen können. Verkehrsberuhigung, sichere Querungen und gut ausgebaute Rad- und Fußwege haben für uns höchste Priorität.
Mietpreisgebundener Wohnungsbau in Groß-Gerau
Bezahlbarer Wohnraum ist eine zentrale Voraussetzung für familienfreundliche Kommunen. Wir wollen den mietpreisgebundenen Wohnungsbau in Groß-Gerau konsequent ausbauen und dauerhaft sichern.
Jugend, Sport und Kultur
Einbindung von Jugendlichen in politische Prozesse
Jugendliche sollen Politik nicht nur beobachten, sondern aktiv mitgestalten können. Wir stärken Jugendvertretungen und schaffen echte Beteiligungsformate mit verbindlicher Wirkung.
Verlässliche Busverbindungen, auch abends und am Wochenende
Ein guter öffentlicher Nahverkehr ist Voraussetzung für Teilhabe und Klimaschutz. Wir setzen uns für verlässliche Busverbindungen ein, die auch abends und am Wochenende Mobilität für alle sichern.
Förderung des lebenslangen Lernens
Lernen endet nicht mit der Schule, sondern begleitet uns ein Leben lang. Wir unterstützen niedrigschwellige Bildungsangebote für alle Altersgruppen und stärken Volkshochschule und Weiterbildungsinitiativen.
Stärkung des ehrenamtlichen Engagements
Ehrenamtliches Engagement ist das Rückgrat unserer Stadtgesellschaft. Wir wollen Ehrenamtliche besser unterstützen, entlasten und ihre Arbeit sichtbar wertschätzen.
Sport- und Kulturvereine stärken, z. B. Kulturcafé und kommunales Kino
Sport- und Kulturvereine schaffen Gemeinschaft, Identität und Lebensqualität. Wir fördern Orte wie das Kulturcafé und ein kommunales Kino als lebendige Treffpunkte für alle Generationen.
Veranstaltungswoche „Groß-Gerau feiert seine Jugend“
Junge Menschen verdienen Raum, Sichtbarkeit und Anerkennung. Mit einer jährlichen Veranstaltungswoche „Groß-Gerau feiert seine Jugend“ schaffen wir Plattformen für Kultur, Engagement und Austausch.
Schwimmbäder, Musikschule und Stadtbücherei zukunftsfähig machen
Öffentliche Bildungs- und Freizeitangebote sind Teil der kommunalen Daseinsvorsorge. Wir investieren nachhaltig in Schwimmbäder, Musikschule und Stadtbücherei, damit sie modern, barrierefrei und gut erreichbar bleiben.
Kulturveranstaltungen zugleich bürgernah und bildungsfördernd ausrichten
Kultur soll begeistern, verbinden und zum Nachdenken anregen. Wir fördern Veranstaltungen, die niedrigschwellig zugänglich sind und zugleich Bildung und gesellschaftlichen Dialog stärken.
Ein vielfältiges Groß-Gerau mit aktiver Toleranz und Respekt
Vielfalt ist eine Stärke unserer Stadt und bereichert das Zusammenleben. Wir stehen für ein Groß-Gerau, in dem Toleranz, Respekt und demokratische Werte aktiv gelebt und geschützt werden.
Demokratie, Digitale Teilhabe, Sicherheit
Demokratie und Vielfalt
Wir verteidigen die Werte einer offenen, humanen und demokratischen Gesellschaft. Wir sehen es als Bereicherung an, wenn Menschen ihre vielfältige Traditionen, Glaubensgewohnheiten und Einstellungen friedlich, frei und gesetzeskonform praktizieren. Wir wollen in einer Stadt leben, die grundlegende Menschenrechte, sichere Koexistenz, Gewaltfreiheit und Geschlechtergerechtigkeit verwirklichen will. Alle Menschen sollen bei uns in Würde leben können und Wertschätzung erfahren. Dabei ist nicht nur die „große Politik“ gefordert, sondern wir alle in gemeinschaftlicher Verantwortung. Wir wollen, dass Polarisierung, Hetze und Spaltung keinen Spielraum bekommt und dass Bürger unsere Demokratie aktiv bejahen. Deshalb ist eine solidarische Stadt wichtig, damit sich alle Menschen angesprochen, mitgenommen und da unterstützt fühlen, wo sie es brauchen.
Wehrhafte Demokratie
Gegen Gewalt, Hasssprache und Diskriminierung im öffentlichen Raum vorgehen, z.B. durch zivilen Widerspruch und Einschreiten kommunaler Ordnungskräfte. Demokratiefeindlichen Organisationen keine Bühne überlassen, z.B. bei Saalvermietung
Sichtbare Vielfalt
Allen Lebens- und Liebesformen öffentliche Sichtbarkeit und Darstellung ermöglichen, z.B. durch einen jährlichen CSD
Miteinander leben
Neubürger und Einwanderer besser integrieren helfen, z.B. durch kleine und größere Feste der Begegnung auch in den Stadtteilen.
Angebote der Interkulturelle Wochen weiter fördern.
Integrationsfreundliche Kultureinrichtungen und Initiativen fördern.
Politische Entscheidungen
Politische Entscheidungen in unserer Stadt beruhen auf den Regeln der repräsentativen Demokratie. Die Stärke unserer Demokratie besteht im freien und unbeeinflussten Ringen unserer gewählten Stadtverordneten um mehrheitlich akzeptierte Lösungen. Das ist oft kompliziert und dauert länger als erwartet. Anders als in autoritär regierenden Gemeinschaften ist Politik hier Sache gemeinsamer Verhandlung. Dabei agieren unterschiedliche Parteien mit ihren Interessen und Programmvorstellungen im fairen Wettstreit. Wir möchten, dass Entscheidungsprozesse darüber hinaus von möglichst vielen Bürgern aktiv mitgetragen werden. Im privaten, digitalen und öffentlichem Raum sollten mutige Zeichen gesetzt werden gegen demokratiefeindliche und das Zusammenleben vergiftende Bestrebungen.
Mitmachen und mitentscheiden
Demokratische Beteiligungsmöglichkeiten zugunsten von Bürgernähe, Transparenz und Gemeinsinn ausbauen bzw. einrichten, z.B. durch weitere Beiräte, Runde Tische, Bürgerbefragungen. Politische Prozesse in Verwaltung und Parlament besser verständlich machen. Dabei mehr Beteiligung zielgerichtet ermöglichen , auch um Ansprechpartner im Amt und Ehren kennenzulernen z.B. durch einen jährlichen Offenen Tag der Stadt und ihrer Demokratie, vielleicht mit Festcharakter.
Null Toleranz für Demokratiefeinde
Verfassungsfeindlichem und rassistischem Vorgehen von autoritären Gruppen entgegentreten, z.B. durch Meldung bei entsprechenden Netzwerken wie NoRa, der Fachstelle gegen Rechtsextremismus und Rassismus des Kreises.
Respekt vor gewählten Vertretern
Den Umgang mit ehren- und hauptamtlich arbeitenden Volksvertretern fair und bei aller Kritik wertschätzend gestalten, z.B.an Wahlständen. Diskriminierung, Hetze, Drohungen und Gewalt gegen gewählte Vertreter zur Ausweisung aus Veranstaltungen und zur Anzeige bringen.
Ehrenamt und Eigeninitiative
Die Möglichkeiten von Ehrenamtsschulungen und Ehrenamtskarte des Kreises bekannter machen.
Digitale Teilhabe
Digitale Teilhabe verbindet Infrastruktur, soziale Gerechtigkeit und demokratische Beteiligung. Auch in Groß-Gerau entscheidet digitale Teilhaben darüber, ob alle Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und Vereine die Chancen der Digitalisierung nutzen können. Denn sie ist heute grundlegend wichtig für unbeschränkten Wissenserwerb sowie für freie Meinungsbildung und .äußerung. Niemand sollte sich durch digitale Fortschritte ausgegrenzt und abgehängt fühlen. Wenn der Zugang zu Netzen, Wissen und KI-Technologien selbstverständlich für alle wird, entsteht eine Stadt, in der die fortgesetzte digitale Weiterentwicklung unsere Generationen, Sprachgruppen und Bildungsschichten nicht trennt, sondern verbindet.
Nicht selten scheitert ein politisches Mandat an der Unvereinbarkeit mit familiären oder beruflichen Verpflichtungen. Oft gilt dies gerade für Frauen.
Ausbau des Glasfasernetzes
Für einen flächendeckenden Glasfaserausbau sorgen , um allen Stadtbewohnern einen schnellen und stabilen Internetzugang in allen Stadtteilen zu ermöglichen.
Digitale Bürgerservices
Einen modernen Bürgerservice schonend und bürgerfreundlich entwickeln: d.h. barrierefrei, mit klarer Navigation, mit schnellen Abläufen und unterstützender Beratung. Verwaltungsangebote digital weiter ausbauen und so gestalten, dass auch Menschen mit wenig IT-Erfahrung sie nutzen können, ohne dass sich jemand im Netz „verfängt“, Fehler zum eigenen Schaden begeht und ausgeschlossen wird.
Digitale Kompetenz
Digitale Teilhabe bedeutet nicht nur Zugang, sondern auch Wissen. Wir fordern für Ehrenamt, soziale Einrichtungen und Vereine gute Lern- und Unterstützungsangebote – auch im Hinblick auf den verantwortungsvollen Umgang mit KI.
Digitale und hybride Sitzungsteilnahmen
Digitale (online) oder hybride Teilnahme an Sitzungen, Ausschüssen u.a. Gremien ermöglichen, um Fahrtzeiten und aufwendige Organisation von z.B. Kinderbetreuung oder Schichtwechsel insbesondere bei absehbar kurzen Sitzungen einzusparen.
Mehr transparente Zugänge
Ein Open-Data-Portal einrichten, das Verwaltungs-, Umwelt- und Haushaltsdaten transparent für alle Einwohner zugänglich und verständlich macht.
Sicherheit und Sicherheitsgefühl
Besonders Mädchen und Frauen sind durch wachsende Frauenfeindlichkeit und tief verwurzelte Diskriminierung auf vielen Wegen ihres Alltags bedroht. Oft meiden sie besondere öffentliche Orte, verzichten auf Begegnung, auf Outdoorsport, auf klimaneutralen Fuß- und Radverkehr. Nicht wenige Frauen, besonderes einkommensschwächere oder ältere Frauen, vermeiden längere Aufenthalte in der Öffentlichkeit nur deshalb, weil kostenlose und sichere Toilettenanlagen fehlen.
Prävention und Wachsamkeit
Zusammen mit Polizeikräften und Vereinen eine verbesserte Verantwortlichkeit für Gefahren erreichen, z.B. durch Bewerben einer „Kultur des aktiven Hinsehens“.
Sicherheitskräfte
Sicherheitskräften und ihrer Arbeit mehr Wertschätzung und Unterstützung geben, z.B. durch städtischen Ehrenamtspreis.
Die durch den Klimawandel wachsenden Einsätze durch Beachtung gegebener Vorschriften unterstützen, z.B. bei Baumfällungen, Straßensperren, Pumpvorgänge u.a.
Sicherheit durch Beleuchtung
Mehr Wege und Durchgänge in der Stadt mit artenfreundlicher Beleuchtung (auch Bewegungsmelder) ausstatten, z.B. Wilhelm-Seipp-Str. ,Richtung Unterführung .
Sexistische Anmache
Bedrängung und verbale Gewalt gegen Mädchen und Frauen als geächtete Übergriffe oder strafbares Verhalten wahrnehmen und ggf. einschreiten, z B. mit dem Notruftelefon.
Sichere Toilettenversorgung
Viel mehr feste und gesicherte Toiletten aufstellen und regelmäßig reinigen, um Geschlechtergerechtigkeit bei den „elementaren Bedürfnissen“ herzustellen, z.B. in Fasanerie und auf Spielplätzen. Vandalismus sollte wie auch sonst kein Grund sein für notwendige Bauten. Gastronomisches und anderes gewerbliches Angebot für kostenlose Toilettennutzung weiterentwickeln und bewerben helfen, z.B. durch die „Aktion nette Toilette“.
Wirtschaft und Finanzen
Die Wirtschaft ist das Rückgrat unseres Gemeinwesens. Sie schafft Arbeitsplätze, generiert Wohlstand und ermöglicht gesellschaftlichen Fortschritt. Insbesondere der Mittelstand ist ein entscheidender Motor für Innovation, Beschäftigung und soziale Stabilität. Als grüne Partei setzen wir uns dafür ein, dass kleine und mittlere Unternehmen nicht nur überleben, sondern nachhaltig erblühen, im Einklang mit Klima‑ und Sozialzielen. Wir wollen den ökologischen Wandel aktiv mitgestalten, faire Arbeitsbedingungen sichern und gleichzeitig die Innovationskraft der Unternehmen stärken. Dabei setzen wir auf eine nachhaltige Flächennutzung, digitale Verwaltungsprozesse und gezielte Fachkräftegewinnung, um die Wirtschaft widerstandsfähig, klimaneutral und sozial gerecht zu machen. Wir wollen dabei die ökologische Verantwortung, soziale Gerechtigkeit und technologische Innovation miteinander verbinden. Unser Ziel ist es, die Wirtschaft so zu gestalten, dass sie dauerhaft, fair und klimaneutral ist.
Wirtschaft
Ökologisches Wirtschaften
Wir wollen den ökologischen Wandel aktiv mitgestalten für weniger Emissionen, mehr Innovationen und mehr regionale Produktion und Wirtschaftsleistung
Gemeinschaftsorientierte Wirtschaftsformen
Wir setzen uns dafür ein, alternative und gemeinschaftsorientierte Wirtschaftsformen stärker zu fördern und sichtbar zu machen. Tauschen, Teilen, Reparieren, Wiederverwenden und gemeinschaftliches Produzieren sind zentrale Bausteine einer nachhaltigen und sozial gerechten Wirtschaftsweise. Modelle wie Genossenschaften, Second-Hand-Kreisläufe, Repair-Werkstätten, Do‑it‑yourself‑Initiativen, Gemeinschaftsgärten und Landkooperativen zeigen, wie wirtschaftliche Transformation im Kleinen gelingen kann.
Faire Arbeitsbedingungen
Wir setzen uns für faire Arbeitsbedingungen und Löhne ein, indem öffentliche Aufträge nur an Unternehmen vergeben werden, die nach Tarifvertrag oder tarifähnlichen Standards bezahlen. Zudem sind wir für die Einhaltung der Tariflöhne auch für Saisonarbeiter in der Landwirtschaft sowie menschenwürdige Unterkünfte und Versorgung
Keine weitere Logistikunternehmen
Wir wollen uns dafür einsetzen, dass auf den freien Gewerbeflächen keine neuen Logistikzentren entstehen.
Kein grundsätzliches Ja für Rechenzentren
Wir wollen auf den freien Gewerbeflächen, insbesondere auf dem Gewerbegebiet „Lausböhl“ primär keine Rechenzentren, sondern ein Mischgebiet, in den neuer Wohnraum und ein Photovoltaikanlagenpark mit integrierten cleveren Speichermöglichkeiten entsteht, welcher im besten Falle über eine Bürgerenergiegenossenschaft finanziert wird. Dies fördert gleichzeitig die Entsieglung von Flächen. Sollte jedoch durch Mehrheitsbeschluss in Zukunft für Rechenzentren gestimmt werden, so wollen wir diese umweltverträglich gestalten.
Förderung von Zukunftstechnologien
Wir wollen Zukunftstechnologien fördern wie beispielsweise erneuerbare Energien, Kreislaufwirtschaft, GreenTech und nachhaltige Logistik, indem wir offen für Pilotprojekte sind und Smart-City-Strategien wie beispielsweise smarte Straßenbeleuchtung oder intelligente Verkehrssteuerung.
Vorteile eines Stadtenwicklungsfonds nutzen
Über einen Stadtentwicklungsfonds werden Darlehen für Sanierungs- oder Innovationsprojekte vergeben, auch Programme wie „Städtebauförderung“ sollen teilweise über kommunale Darlehen oder Zuschüsse laufen.
Wandel begleiten
Wir wollen den konsequenten Ausbau und die Weiterentwicklung des Automotive Clusters Rhein-Main-Neckar als regionales Kompetenznetzwerk.
Vorreiterrolle
Wir wollen unserer Vorbildfunktion mit innovativen Projekten wie E-Bussen und Wasserstoff-Bussen im ÖPNV, flächendeckender Ladeinfrastruktur und Pilotprojekten für nachhaltige Mobilität
Mittelstand stärken
Das Herzstück unserer Wirtschaft ist der Mittelstand, sodass wir gezielt dem Mittelstand zuhören wollen und zusammen mit diesen an Lösungen und Verbesserungen umsetzen möchten.
Stärkung des Tourismus und der Gastronomie
Indem wir die Renaturierung und nachhaltige Regionalentwicklung im Biberkorridor Groß-Gerau/Büttelborn vorantreiben, wollen wir das entstehende Feuchtgebiet in den Regionalpark RheinMain integrieren, um die naturtouristischen Potenziale zu erschließen und dadurch die Naherholung sowie das lokale Gaststättengewerbe gezielt stärken und wirtschaftliche Impulse setzen.
Nachhaltige Flächennutzung und Digitalisierung
Eine zukunftsfähige Wirtschaftsentwicklung erfordert einen verantwortungsvollen Umgang mit unseren begrenzten Ressourcen, weswegen wir uns für in nachhaltiges Gewerbeflächenmanagement, das Flächenrecycling und Nachverdichtung priorisiert einsetzen Außerdem wollen wir konsequente Digitalisierung der Verwaltungsprozesse zur Entlastung von Unternehmen den Ausbau der digitalen Infrastruktur als Grundvoraussetzung für wirtschaftliche Innovation
Längerfristiges Ziel
Längerfristig wollen wir klimaneutrale Gewerbegebiete mit energieeffizienter Bauweise und regenerativer Energieversorgung, ohne die Unternehmen dabei finanziell zu überlasten.
Fachkräftegewinnung und Wirtschaftsförderung
Wir wollen gezielte Förderung und Qualifizierung von Frauen, älteren Arbeitnehmenden, Neu-Bürger*innen und Menschen mit Einschränkungen, um die Lücken durch den demografischen Wandel auf dem Arbeitsmarkt zu schließen. Wir setzen uns dafür ein, Arbeitgeber bei der Steigerung ihrer Attraktivität durch Weiterbildungsmöglichkeiten, flexible Arbeitsmodelle und Familienfreundlichkeit zu unterstützen.
Berufsbildung und Ausbildung zukunftsfähig gestalten
Eine gute Berufsausbildung ist die Grundlage für den späteren Erfolg im Berufsleben, weswegen wir Berufsschulen wohnortnah erhalten wollen, Ausbildungsallianzen mit Betrieben aufbauen wollen und Menschen, die zu uns kommen schneller in Ausbildung und Arbeit integrieren möchten.
Finanzen
Eine verantwortungsvolle Finanzpolitik bildet die Grundlage dafür, dass unsere Stadt ihre Aufgaben zuverlässig erfüllen und gleichzeitig in die Zukunft investieren kann. Sie ist die Basis für Klimaschutz, soziale Gerechtigkeit und digitale Innovation. Damit wir handlungsfähig bleiben, setzen wir auf eine Mischung aus soliden Einnahmen, effizientem Mitteleinsatz und einer modernen, nachhaltigen Verwaltungsstruktur. Dazu gehört für uns, bestehende Einnahmequellen verantwortungsvoll zu stärken, Ausgaben effizient zu gestalten und die finanzielle Handlungsfähigkeit der Kommune langfristig zu sichern. Wir wollen innovative Lösungen nutzen. Bund sowie Land wollen wir stärker in die Pflicht nehmen, wenn neue Aufgaben an die Kommunen übertragen werden.
Erhöhung der Spielautomatensteuer
Wir wollen die Spielautomatensteuer erhöhen, um die Einnahmen der Stadt zu erhöhen und gleichzeitig die Suchtprävention zu unterstützen.
Einführung von Open-Source-Software
Wir sind zumindest teilweise für den Einsatz von Open-Source-Software, wo dies problemlos möglich ist, um Einsparungen bei den Lizenzgebühren zu erreichen. Weitere Vorteile von Open-Source-Software sind die digitale Souveränität, bessere Transparenz und Kooperationsmöglichkeiten bei der Entwicklung und Pflege von gemeinsamer Software der Städte und Gemeinden, positive Beispiele sind die Smart Village App und die Open CoDE Plattform.
Finanzielle Handlungsfähigkeit verbessern
Wir kämpfen für mehr Zuschüsse von Bund und Land. Die Verlagerung von immer mehr Aufgaben durch Land und Kommunen muss auch mit einer entsprechenden finanziellen Kompensation gegenfinanziert werden, sodass wir eine Reform des kommunalen Finanzausgleichs und die konsequente Umsetzung des Konnexitätsprinzips (wer bestellt, bezahlt) fordern.
Innovative Finanzierungsmodelle entwickeln
Wir wollen innovative Finanzierungsmodelle entwickeln, die öffentliche und private Investitionen sinnvoll verknüpfen.
Überprüfung der Fördermittel
Wir prüfen fortlaufen sämtliche Fördermittel von Bund und Land, um diese konsequent zu nutzen.
Kritisch die Ausgaben regelmäßig prüfen
Wir wollen alle Ausgaben regelmäßig auf ihre Wirksamkeit und Effizienz überprüfen.
Interkommunale Zusammenarbeit stärken
Durch eine bessere interkommunale Zusammenarbeit wollen wir Synergieeffekte erzielen, die Kosteneinsparungspotenzial bieten.
Weitere Kürzung von freiwilligen Leistungen vermeiden
Wir wollen keine weitere Kürzung von sogenannten freiwilligen Leistungen, mit denen Kulturangebote, Vereinsförderung, Jugend- und Seniorenarbeit oder für die Schwimmbäder finanziert werden. Denn gerade diese Angebote machen unsere Stadt lebenswert und stärken das Miteinander. Eine Optimierung der Ausgaben soll da, wo es möglich ist, nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden.
Optimierung der kommunalen Ausgaben
Durch eine umfassende Überprüfung der Haushaltsstrukturen und -prozesse wollen wir Einsparpotenziale identifizieren. Die Einführung moderner Technologien und digitaler Lösungen kann nicht nur die Effizienz in der Verwaltung steigern, sondern auch dazu beitragen, die Kosten zu senken. Beispielsweise können digitale Bürgerdienste die Verwaltung entlasten und gleichzeitig den Bürgern einen schnelleren und einfacheren Zugang zu Dienstleistungen bieten.
Grundsteuer – Stabilität statt Belastung
Wir setzen uns dafür ein, dass die Grundsteuer für Privathaushalte und kleine Unternehmen in den kommenden Jahren nicht erhöht wird. Eine stabile Grundsteuerbelastung schützt Familien, stärkt die lokale Wirtschaft und bewahrt die Kaufkraft in den Kommunen. Gleichzeitig prüfen wir langfristig, ob und in welchem Umfang Anpassungen notwendig sein könnten, um die finanzielle Handlungsfähigkeit der Kommunen angesichts steigender Ausgaben für Klimaschutz, Infrastruktur und soziale Sicherung zu sichern.
Solide Finanzen. Klare Prioritäten. Mehr Spielraum für Groß‑Gerau.
Wir stärken die Finanzen unserer Stadt, indem wir Einnahmen erhöhen, Ausgaben gezielt steuern und verantwortungsvoll wirtschaften. Mit einer höheren Spielautomatensteuer und klaren Forderungen nach mehr Unterstützung von Bund und Land sichern wir die kommunale Handlungsfähigkeit. So schaffen wir eine stabile finanzielle Basis, die wichtige Zukunftsinvestitionen ermöglicht und unsere Stadt nachhaltig voranbringt.
Ernährung, Landwirtschaft & Tierwohl
Landwirtschaft
Wir denken Landschafts-, Natur- , Arten- und Wasserschutz gemeinsam. Hierbei kommt der Landwirtschaft eine wichtige Rolle zu, wir schätzen ihre Leistungen. Die meisten bäuerlichen Betriebe verstehen, dass sich die Landwirtschaft unter den Bedingungen des Klimawandels weiterentwickeln muss, auch um wirtschaftlich zu bestehen. Wir möchten die Betriebe ermutigen, ihre Felder strukturreicher und klimaverträglicher zu gestalten und weitere Schritte zu naturverträglichen Anbaumethoden zu gehen. Gentechnisch veränderte Lebensmittel halten wir nach wie vor riskant und wenden uns gegen die geplante Aufweichung des Verbots.
Bäuerlicher Flächenerhalt
Wir wollen landwirtschaftliche Flächen vor weiterer Versiegelung und Umwidmung bewahren und so den Anbau heimischer Lebensmittel sichern.
Sicherstellung von naturverträglichen Anbaumethoden
Über Pachtverträge sollte die Stadt Einfluss nehmen auf naturverträgliche Bewirtschaftung ihrer Ackerflächen, z.B. durch Umweltklausel.
Feldbearbeitung ohne Umweltgifte
Wir wollen Landwirte und Hobbygärtner zu giftfreien Pflanzhilfen und schützender Bodenbedeckung ermutigen, um Tiere, Boden, Gewässer und Feldgewächse gesund zu halten.
Wasserschutz und Nitratsenkung
Wir müssen die Nitratwerte im Grundwasser deutlich absenken. Dies erreichen wir auch durch reduzierte Düngung und präzisere Technologie, z.B. Ausbringung sowie bessere Gülle-Lagerung. Wir wollen außerdem Trinkwasserschutzgebiete ausweiten.
Saisonale Fruchterzielung
Wir möchten den Umstieg auf saisonale, trockenverträgliche, bodenschonende Feldfrüchte und Mischkulturen erleichtern , die mit weniger Dünger und Beregnung auskommen, z.B. durch Verzicht auf Starkzehrer wie z.B. Mais und sensible Sonderkulturen.
Ökologischer Landbau
Wir wollen den ökologischen Landbau stärker bewerben und seine Vermarktung in unserer Ökomodellregion Hessen Süd erleichtern.
Reduzierung von Plastikbahnen
Wir wollen das Bewusstsein für umweltschädliche Plastikbahnen in der Landwirtschaft schärfen und deren Einsatz reduzieren, bei Daueranbringung ggf. unterbinden.
Klimaangepasster Bodenschutz
Reihen von Gehölzen und Bäumen entlang der Pflanzbahnen innen (Agroforst) sollten Felder verschatten, kühlen und damit vor Austrocknung bewahren. Felder sollten möglichst bedeckt gehalten werden, z.B. durch Mulch, Gründüngung, Fruchtfolge.
Schutzmaßnahmen gegen invasive Arten
Die weitere Ausbreitung von invasiven Arten, wie den Japankäfer, große Drüsenameise oder Götterbäume, wollen wir durch gezielte Maßnahmen verhindern helfen. Dazu beitragen sollte gute städtische Aufklärung und Hilfen, auch für Privat- und Schrebergärtner.
Ernährung
Wir setzen uns ein für eine verantwortungsbewusste und sozial gerechte Ernährungspolitik. Regional erzeugte Lebensmittel verbessern durch kurze Transportwege Klimabilanz und ökologischen Fußabdruck. Mit unserer Entscheidung für biobasiert erzeugte Lebensmittel können wir unseren persönlichen Beitrag leisten für die Wertschätzung hoher ökologischer Standards bei Tierwohl und achtsamer Feldbewirtschaftung
Regionale Erzeugnisse
Wir wollen Produktion und Nachfrage regionaler Produkte mit gezielten Aktionen fördern, z.B. durch ein Klimasparbuch, um das Bewusstsein für die Vorteile frischer und Saison gemäßer Lebensmittel zu schärfen .
Klimafreundliche Vermarktung
Wir wollen regionale Erzeuger*innen, wie Wochenmärkte, Kleingeschäfte in jedem Ortsteil und Bio-Stadt-Projekte unterstützen und stärken, um kurze Wege und direkte Vermarktung hochwertiger Lebensmittel zu ermöglichen.
Fleischarme Ernährung
Wir unterstützen allgemein einen klimabewussten, fleischarmen Lebensstil und möchten in Esslokalen, auf Konferenzen und in Kochschulen stärker hierfür nachfragen.
Städtisches Angebot von gesundem Essen
Öffentliche Einrichtungen sollen konsequent auf gesunde, möglichst bio-erzeugte, fleischarme und regionale Ernährung setzen, zum Beispiel in Kitas, Soziale Einrichtungen. Gleiches gilt für öffentliche Veranstaltungen.
Reduzierung von Lebensmittelverschwendungen
Wir wollen Lebensmittelverschwendung verringern, indem wir Initiativen von Foodsharing und Essensrettung unterstützen.
Fairtrade – Städte
Zugunsten von fairen Lieferketten möchten wir Groß-Gerau in die Reihe der Fairtrade-Städte des Kreises eingliedern.
Gemeinschafts- und Selbstversorgergärten
Wir fördern Selbstversorgergärten,, z.B. die „Solidarische Landwirtschaft“, um die Bürger für den Wert von Lebensmittelerzeugung zu sensibilisieren. In gemeinschaftlicher Pflanzpraxis sind Bürger in der Lage, einen selbständigen Beitrag zu lokaler Ernährung zu leisten. Wir möchten deshalb Anstöße geben für einen Stadtgarten, z.B. durch das Konzept „Essbare Stadt“.
Tierwohl
Das Wohl der Tiere zu achten ist wichtiger Bestandteil für eine Gesellschaft, die mit Natur und unseren Mitgeschöpfen achtsam umgeht. Wir wollen Nutztiere artgerecht halten, schonend nutzen und nicht übernutzen.Haustiere sind treue Begleiter, die unser Leben mit Freude bereichern und Menschen auch in prekären Lebenslagen Halt und Hilfe geben können.
Miteinander von Mensch und Tier
Das Verständnis zwischen Tierhaltern und Stadtbewohnern wollen wir verbessern. Jede Art von Gewalt gegen Tiere sollte zur Anzeige gebracht werden.
Klare Regeln für Erziehung, Haltung und Auslauf
Wir setzen uns für klare Leitlinien ein, die von allen respektiert werden, um Konflikte zu vermeiden. Die Hundesatzung soll dahingehend weiterentwickelt werden.
Klimaanpassung in der Viehhaltung
Wir wollen auch für Tiere Schutzmaßnahmen vor starker Sonneneinstrahlung und Gluthitze einfordern, z.B. durch Verschattung, Bedachung
Vereinsförderung
Wir wollen überlastete Tierheime durch höhere Lebens- und Tierarztkosten in der Region finanziell besser fördern, ebenso Initiativen, welche die Betreuung und ärztliche Versorgung von Freigänger- Hunden übernehmen, z.B. Verein Pfotenhilfe.
Hundewiesen und Wasserstellen in allen Stadtteilen
Wir wollen sichere Freilaufflächen und Wasserstellen in allen Stadtteilen ermöglichen, um Begegnung und Bewegung von Hunden und ihren Haltern zu fördern.
Feuerwerksregulierung
Wir möchten eine Einschränkung von privatem Feuerwerk, um Tiere vor Angst und Verletzungen zu schützen. Wir sind für öffentliche ausgewiesene Feuerwerks- Standorte wie in anderen Städten..
Katzenschutzverordnung
Wir sind für die Einführung einer Katzenschutzverordnung. Durch Kastration und Registrierung von Katzen wollen wir ungewollte Populationen und Katzenelend verringern.
Tiernutzung
Feste, Zirkusse oder Darbietungen mit Tiernutzung sollen nur unter dem Vorbehalt tierfreundlicher Haltung genehmigt werden.
Therapie- und Kuscheltiere
Wir wollen Therapie- und Kuscheltiere in sozialen Einrichtungen zur Freude Genesung und Unterstützung von Menschen tiergerecht einsetzen.
