Landwirtschaft
Wir denken Landschafts-, Natur- , Arten- und Wasserschutz gemeinsam. Hierbei kommt der Landwirtschaft eine wichtige Rolle zu, wir schätzen ihre Leistungen. Die meisten bäuerlichen Betriebe verstehen, dass sich die Landwirtschaft unter den Bedingungen des Klimawandels weiterentwickeln muss, auch um wirtschaftlich zu bestehen. Wir möchten die Betriebe ermutigen, ihre Felder strukturreicher und klimaverträglicher zu gestalten und weitere Schritte zu naturverträglichen Anbaumethoden zu gehen. Gentechnisch veränderte Lebensmittel halten wir nach wie vor riskant und wenden uns gegen die geplante Aufweichung des Verbots.
Bäuerlicher Flächenerhalt
Wir wollen landwirtschaftliche Flächen vor weiterer Versiegelung und Umwidmung bewahren und so den Anbau heimischer Lebensmittel sichern.
Sicherstellung von naturverträglichen Anbaumethoden
Über Pachtverträge sollte die Stadt Einfluss nehmen auf naturverträgliche Bewirtschaftung ihrer Ackerflächen, z.B. durch Umweltklausel.
Feldbearbeitung ohne Umweltgifte
Wir wollen Landwirte und Hobbygärtner zu giftfreien Pflanzhilfen und schützender Bodenbedeckung ermutigen, um Tiere, Boden, Gewässer und Feldgewächse gesund zu halten.
Wasserschutz und Nitratsenkung
Wir müssen die Nitratwerte im Grundwasser deutlich absenken. Dies erreichen wir auch durch reduzierte Düngung und präzisere Technologie, z.B. Ausbringung sowie bessere Gülle-Lagerung. Wir wollen außerdem Trinkwasserschutzgebiete ausweiten.
Saisonale Fruchterzielung
Wir möchten den Umstieg auf saisonale, trockenverträgliche, bodenschonende Feldfrüchte und Mischkulturen erleichtern , die mit weniger Dünger und Beregnung auskommen, z.B. durch Verzicht auf Starkzehrer wie z.B. Mais und sensible Sonderkulturen.
Ökologischer Landbau
Wir wollen den ökologischen Landbau stärker bewerben und seine Vermarktung in unserer Ökomodellregion Hessen Süd erleichtern.
Reduzierung von Plastikbahnen
Wir wollen das Bewusstsein für umweltschädliche Plastikbahnen in der Landwirtschaft schärfen und deren Einsatz reduzieren, bei Daueranbringung ggf. unterbinden.
Klimaangepasster Bodenschutz
Reihen von Gehölzen und Bäumen entlang der Pflanzbahnen innen (Agroforst) sollten Felder verschatten, kühlen und damit vor Austrocknung bewahren. Felder sollten möglichst bedeckt gehalten werden, z.B. durch Mulch, Gründüngung, Fruchtfolge.
Schutzmaßnahmen gegen invasive Arten
Die weitere Ausbreitung von invasiven Arten, wie den Japankäfer, große Drüsenameise oder Götterbäume, wollen wir durch gezielte Maßnahmen verhindern helfen. Dazu beitragen sollte gute städtische Aufklärung und Hilfen, auch für Privat- und Schrebergärtner.
Ernährung
Wir setzen uns ein für eine verantwortungsbewusste und sozial gerechte Ernährungspolitik. Regional erzeugte Lebensmittel verbessern durch kurze Transportwege Klimabilanz und ökologischen Fußabdruck. Mit unserer Entscheidung für biobasiert erzeugte Lebensmittel können wir unseren persönlichen Beitrag leisten für die Wertschätzung hoher ökologischer Standards bei Tierwohl und achtsamer Feldbewirtschaftung
Regionale Erzeugnisse
Wir wollen Produktion und Nachfrage regionaler Produkte mit gezielten Aktionen fördern, z.B. durch ein Klimasparbuch, um das Bewusstsein für die Vorteile frischer und Saison gemäßer Lebensmittel zu schärfen .
Klimafreundliche Vermarktung
Wir wollen regionale Erzeuger*innen, wie Wochenmärkte, Kleingeschäfte in jedem Ortsteil und Bio-Stadt-Projekte unterstützen und stärken, um kurze Wege und direkte Vermarktung hochwertiger Lebensmittel zu ermöglichen.
Fleischarme Ernährung
Wir unterstützen allgemein einen klimabewussten, fleischarmen Lebensstil und möchten in Esslokalen, auf Konferenzen und in Kochschulen stärker hierfür nachfragen.
Städtisches Angebot von gesundem Essen
Öffentliche Einrichtungen sollen konsequent auf gesunde, möglichst bio-erzeugte, fleischarme und regionale Ernährung setzen, zum Beispiel in Kitas, Soziale Einrichtungen. Gleiches gilt für öffentliche Veranstaltungen.
Reduzierung von Lebensmittelverschwendungen
Wir wollen Lebensmittelverschwendung verringern, indem wir Initiativen von Foodsharing und Essensrettung unterstützen.
Fairtrade – Städte
Zugunsten von fairen Lieferketten möchten wir Groß-Gerau in die Reihe der Fairtrade-Städte des Kreises eingliedern.
Gemeinschafts- und Selbstversorgergärten
Wir fördern Selbstversorgergärten,, z.B. die „Solidarische Landwirtschaft“, um die Bürger für den Wert von Lebensmittelerzeugung zu sensibilisieren. In gemeinschaftlicher Pflanzpraxis sind Bürger in der Lage, einen selbständigen Beitrag zu lokaler Ernährung zu leisten. Wir möchten deshalb Anstöße geben für einen Stadtgarten, z.B. durch das Konzept „Essbare Stadt“.
Tierwohl
Das Wohl der Tiere zu achten ist wichtiger Bestandteil für eine Gesellschaft, die mit Natur und unseren Mitgeschöpfen achtsam umgeht. Wir wollen Nutztiere artgerecht halten, schonend nutzen und nicht übernutzen.Haustiere sind treue Begleiter, die unser Leben mit Freude bereichern und Menschen auch in prekären Lebenslagen Halt und Hilfe geben können.
Miteinander von Mensch und Tier
Das Verständnis zwischen Tierhaltern und Stadtbewohnern wollen wir verbessern. Jede Art von Gewalt gegen Tiere sollte zur Anzeige gebracht werden.
Klare Regeln für Erziehung, Haltung und Auslauf
Wir setzen uns für klare Leitlinien ein, die von allen respektiert werden, um Konflikte zu vermeiden. Die Hundesatzung soll dahingehend weiterentwickelt werden.
Klimaanpassung in der Viehhaltung
Wir wollen auch für Tiere Schutzmaßnahmen vor starker Sonneneinstrahlung und Gluthitze einfordern, z.B. durch Verschattung, Bedachung
Vereinsförderung
Wir wollen überlastete Tierheime durch höhere Lebens- und Tierarztkosten in der Region finanziell besser fördern, ebenso Initiativen, welche die Betreuung und ärztliche Versorgung von Freigänger- Hunden übernehmen, z.B. Verein Pfotenhilfe.
Hundewiesen und Wasserstellen in allen Stadtteilen
Wir wollen sichere Freilaufflächen und Wasserstellen in allen Stadtteilen ermöglichen, um Begegnung und Bewegung von Hunden und ihren Haltern zu fördern.
Feuerwerksregulierung
Wir möchten eine Einschränkung von privatem Feuerwerk, um Tiere vor Angst und Verletzungen zu schützen. Wir sind für öffentliche ausgewiesene Feuerwerks- Standorte wie in anderen Städten..
Katzenschutzverordnung
Wir sind für die Einführung einer Katzenschutzverordnung. Durch Kastration und Registrierung von Katzen wollen wir ungewollte Populationen und Katzenelend verringern.
Tiernutzung
Feste, Zirkusse oder Darbietungen mit Tiernutzung sollen nur unter dem Vorbehalt tierfreundlicher Haltung genehmigt werden.
Therapie- und Kuscheltiere
Wir wollen Therapie- und Kuscheltiere in sozialen Einrichtungen zur Freude Genesung und Unterstützung von Menschen tiergerecht einsetzen.
