Weiße Wäsche im Wind, darüber ein klarer blauer Himmel: Dieses Bild wirkt selbstverständlich. Doch saubere Luft ist es nicht. Sie muss für unsere Gesundheit, für das Klima und für eine lebenswerte Stadt geschützt werden.
Am Montag, 7. September, ist der Internationale Tag für saubere Luft und blauen Himmel. Er lenkt den Blick auf das, was wir meist nicht sehen: Feinstaub, Stickstoffdioxid und andere Schadstoffe in der Luft. Sie entstehen vor allem im Verkehr, in Heizungen, bei der Energieerzeugung und in der Industrie.
Feinstaub und Stickstoffdioxid können Atemwege, Herz und Kreislauf schädigen. Besonders gefährdet sind Kinder, ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen.
Die gute Nachricht: Maßnahmen für saubere Luft sind zugleich wirksamer Klimaschutz. Gute Bus- und Bahnverbindungen, sichere Wege zu Fuß und mit dem Rad, weniger motorisierter Verkehr, energieeffiziente Gebäude und erneuerbare Energien machen unsere Städte gesünder und lebenswerter.
Auch in Groß-Gerau müssen wir bei neuen Straßen, Plätzen und Quartieren Luftqualität und Klimaschutz von Anfang an einplanen. Es geht nicht allein um den Verkehrsfluss. Es geht um Bäume und Schatten, kurze Wege, weniger Lärm und bessere Luft, um Orte, an denen Menschen gern leben.
Der Internationale Tag für saubere Luft wurde 2019 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen beschlossen; die Initiative ging maßgeblich von Südkorea aus. Seit 2020 wird er jährlich am 7. September begangen. Er ist ein Aufruf an Politik, Wirtschaft und Gesellschaft: Saubere Luft ist keine Nebensache, sondern ein Recht und eine gemeinsame Aufgabe.
Wir Grüne wollen ein Groß-Gerau mit weniger Schadstoffen, mehr Grün und sicheren Wegen zu Fuß und mit dem Rad.
Text: Ulla Blohberger
