Kundgebung · Sa, 12.09.2026 · Wiesbaden
Es passiert in diesem Moment.
Nicht irgendwann.
Während du das liest, organisiert eine gesichert rechtsextreme Partei in Sachsen-Anhalt die Übernahme der Landesregierung.
Die Ziele dieser Partei sind klar verfassungsfeindlich und gefährden unsere Demokratie.
Manche glauben, es reiche, sie inhaltlich zu stellen. Das ist richtig und notwendig, aber die letzten zehn Jahre haben gezeigt, dass es allein nicht genügt.
Andere glauben, wir sollten sie doch einfach mal machen lassen. Doch das hätte fatale Folgen für alle Bürger und für unsere innere Sicherheit.
Uff, dann können wir da ja nichts machen. Falsch!
Das Grundgesetz hat für genau diesen Fall vorgesorgt!
Artikel 21 des Grundgesetzes ist kein Zufall und keine Formsache. Er wurde von Menschen geschrieben, die erlebt hatten, wie sich eine Demokratie selbst abschafft, weil sie sich nicht wehren wollte. Ihre Lehre aus 1933 steht seitdem schwarz auf weiß in der Verfassung:
Parteien, die darauf zielen, die freiheitliche demokratische Grundordnung zu beseitigen, sind verfassungswidrig.
Artikel 21 Grundgesetz · geprüft vom Bundesverfassungsgericht
Genau diese Prüfung ist das Werkzeug, das für exakt diese Situation gebaut wurde. Dieses so wichtige Werkzeug zum Schutz unserer Demokratie im Schrank liegen zu lassen, während man beobachtet, wofür es gemacht wurde, wäre grob fahrlässig.
PRÜF fordert deshalb nichts Radikales, sondern das Naheliegende: dass endlich geprüft wird. Vor Gericht, nach Recht und Gesetz.
Kundgebung
Samstag, 12.09.2026
14 Uhr · Mauritiusplatz, Wiesbaden
Gemeinsame Anfahrt
Treffpunkt 12:45 Uhr, Bahnhof Groß-Gerau, Gleis 2. Von dort mit dem RE75 nach Wiesbaden.
Wir fahren als Gruppe, niemand muss allein hin.
Noch nicht überzeugt? Dann frage dich bitte ehrlich:
Was muss eigentlich noch passieren?
- Ein Gericht hat entschieden, dass man den Thüringer AfD-Landeschef einen Faschisten nennen darf – nicht als Beleidigung, sondern als zutreffende Beschreibung. Derselbe Mann wurde rechtskräftig verurteilt, weil er eine verbotene SA-Parole benutzt hat.
- Funktionäre haben sich in Potsdam mit Rechtsextremen zusammengesetzt und über die massenhafte Vertreibung von Menschen aus diesem Land gesprochen.
- Mehrere Landesverbände sind gerichtlich bestätigt als gesichert rechtsextremistisch eingestuft.
- Ein juristisches Gutachten der Gesellschaft für Freiheitsrechte kommt zu dem Ergebnis, dass die Partei gegen das Demokratieprinzip und die Menschenwürdegarantie verstößt.
- Am 6. September ist sie in Sachsen-Anhalt stärkste Kraft geworden.
Also, ernsthaft: Was muss noch passieren? Welche Grenze wollen wir noch abwarten? Wer heute „noch nicht“ sagt, sollte den Satz zu Ende sprechen können und benennen, was genau er noch braucht.
Wir haben genug gesehen. Wir wollen, dass geprüft wird.
Deshalb: Komm mit uns nach Wiesbaden!
Bring jemanden mit.
Die Nachbarin. Den Kollegen, der „eigentlich unpolitisch“ ist. Genau die Leute, die noch nie auf einer Kundgebung standen, machen den Unterschied.
Demokratie ist kein Zustand, den man geschenkt bekommt. Sie ist eine Aufgabe, die uns alle angeht. Am Samstag sieht sie aus wie ein voller Platz.
Ein Samstagnachmittag. Mehr ist es nicht.
Zwei Stunden, eine Zugfahrt, ein Platz voller Menschen, die dasselbe wollen wie du. Wir wissen, dass Wochenenden voll sind und trotzdem: Dieser eine Nachmittag ist einer der wenigen Momente, in denen dein Dabeisein direkt sichtbar wird. Ein Platz ist entweder voll oder er ist es nicht, und das entscheidet sich an jedem Einzelnen.
Denn egal, was du am Samstag vorhast: Es wird nicht dasselbe sein, wenn die Faschisten wieder an der Macht sind.
Also: Wir sehen uns.
