Gemeinsam erinnern, gemeinsam Haltung zeigen: Gedenken an die Pogromnacht

Schweigemarsch in Groß-Gerau

Am Montag, 9. November 2026, erinnert die Stadt Groß-Gerau gemeinsam mit den Kirchengemeinden an die nationalsozialistische Pogromnacht vom 9. November 1938. Auch wir GRÜNE Groß-Gerau rufen dazu auf, an der Gedenkveranstaltung teilzunehmen.

Die Pogromnacht markierte einen Wendepunkt in der systematischen Verfolgung der jüdischen Bevölkerung durch die Nationalsozialisten. Synagogen wurden zerstört, jüdische Geschäfte geplündert, Menschen misshandelt, verschleppt und ermordet.

Erinnerung ist mehr als ein Blick zurück. Gerade in einer Zeit, in der Antisemitismus, Rassismus und rechtsextreme Positionen wieder offen zutage treten, ist es wichtig, gemeinsam Haltung zu zeigen. Demokratie, Menschenwürde und ein friedliches Zusammenleben sind keine Selbstverständlichkeit. Sie brauchen Menschen, die sich dafür einsetzen.

Wir GRÜNE Groß-Gerau laden alle Bürgerinnen und Bürger ein, gemeinsam der Opfer zu gedenken und ein sichtbares Zeichen gegen Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus zu setzen.

Termin und Ablauf

Montag, 9. November 2026, 18 Uhr
Treffpunkt: Vor dem Stadtmuseum Groß-Gerau

Von dort führt ein Schweigemarsch zur Gedenkstätte der ehemaligen Synagoge in der Adolf-Göbel-Straße.

An der Gedenkstätte sprechen Bürgermeister Jörg Rüddenklau, Vertreterinnen der Omas gegen Rechts Groß-Gerau und Imam Ferhad Ghaffar von der Ahmadiyya Muslim Jamaat. Schülerinnen und Schüler der Prälat-Diehl-Schule tragen Augenzeugenberichte vor.

Erinnern heißt Verantwortung übernehmen. Wir freuen uns über alle, die sich dem gemeinsamen Gedenken anschließen.

Text: Ulla Blohberger / Beitragsbild: Erzeugt mit KI-Unterstützung.