Silvester ist für viele von uns ein besonderer Moment: Wir verabschieden das alte Jahr, begrüßen das neue und freuen uns auf einen Neuanfang. Traditionen wie das Feuerwerk gehören für viele dazu – sie verbinden uns mit Kindheitserinnerungen und schaffen gemeinsame Erlebnisse.
Gleichzeitig wissen wir heute mehr über die Schattenseiten der Böllerei: In dieser einen Nacht entsteht so viel Feinstaub wie sonst in Monaten nicht. Jedes Jahr verletzen sich Menschen durch Unfälle, manche davon schwer. Unsere Haustiere leiden unter der Lautstärke, Wildtiere geraten in Panik. Und am Neujahrsmorgen zeigt sich überall der zurückgelassene Müll.
Eine Bitte zum Nachdenken
Niemand möchte Dir Deine Silvesterfreude nehmen. Aber vielleicht ist das kommende Silvester eine Gelegenheit, einmal anders zu feiern?
Wer auf Raketen und Böller verzichtet, schützt nicht nur Umwelt und Tiere, sondern auch das eigene Portemonnaie. Wer nicht ganz verzichten möchte: Auch weniger ist mehr. Vielleicht nur Wunderkerzen statt lautem Gekrache? Oder gemeinsam mit Nachbarn ein kleines, kontrolliertes Feuerwerk statt jeder für sich?
Rücksicht nehmen kostet nichts
Falls Du feuerst: Denk an Deine Nachbarn mit kleinen Kindern, an ältere Menschen, an alle mit Haustieren. Denk auch an Menschen, die vor Krieg und Gewalt geflohen sind und für die Explosionen schmerzhafte Erinnerungen wachrufen. Ein Abstand zu Wohnhäusern und ein Ende gegen Mitternacht helfen schon viel. Und den Müll am nächsten Tag wieder mitzunehmen, ist eine Selbstverständlichkeit.
Silvester kann auch ohne Krach wunderschön sein – mit gutem Essen, netten Menschen und dem Blick nach vorn. Probier’s doch mal aus!
Text: Ulla Blohberger, Foto: Nektarinchen (Adobe Stock)
